Compliance

Compliance ist die Basis der Unternehmens- und Führungskultur des DB-Konzerns. Für uns bedeutet Compliance die Übereinstimmung unserer geschäftlichen Aktivitäten mit den hierfür maßgeblichen Gesetzen und Regelungen.

Der Schwerpunkt der Compliance-Arbeit im DB-Konzern liegt auf der Prävention von Korruption und sonstiger Wirtschaftskriminalität sowie deren konsequenter Bekämpfung. Verbindliche Richtlinien hierzu dienen dem Schutz des Unternehmens, der Mitarbeiter und der Führungskräfte. Von großer Bedeutung bleibt die Sensibilisierung der Mitarbeiter und Führungskräfte. Denn nur risikobewusste Beschäftigte können Risiken erkennen und diese auch erfolgreich vermeiden oder zumindest reduzieren.

Der Prüfungs- und Compliance-Ausschuss des Aufsichtsrats (PCA) hat Compliance als ein wesentliches internes Kontrollsystem-Überwachungsthema unterstützt. Im Jahr 2014 sind die von der Konzernrevision durchgeführten internen Prüfungen des Compliance-Management-Systems von Tochtergesellschaften des DB-Konzerns mit Blick auf die Anzahl der untersuchten Gesellschaften nochmals ausgeweitet worden.

Ausbau der Compliance-Instrumente

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Geschäftspartner-Compliance weiterentwickeln

Für eine erfolgreiche und nachhaltige Geschäftstätigkeit ist es notwendig, Geschäftspartner und Lieferanten sorgfältig auszuwählen, sie über die Werte des DB-Konzerns zu informieren und auf eine gemeinsame Wertebasis zu verpflichten. Diesem Zweck dient unter anderem das E-Learning für Geschäftspartner.

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Hinweismanagement im DB-Konzern

Im DB-Konzern regeln die Konzernbetriebsvereinbarung Hinweismanagement und die Konzernsprecherausschussvereinbarung den Umgang mit eingehenden Hinweisen. Durch die im DB-Konzern implementierten Prozesse werden zum einen Hinweisgeber geschützt, zum anderen wird den Interessen der von einem Hinweis betroffenen Personen durch klar definierte Anforderungen an Schlüssigkeit und Erheblichkeit eines Hinweises Rechnung getragen.

Hinweisgebern stehen verschiedene Wege zur Abgabe eines Hinweises offen: das elektronische Hinweisgebersystem Business Keeper Monitoring System (BKMS), das in sieben Sprachen genutzt werden kann, drei Ombudspersonen, die als Rechtsanwälte gesetzlich zur Verschwiegenheit verpflichtet sind, sowie das Team Hinweismanagement des DB-Konzerns.

Trade-Compliance

Im Berichtsjahr erfolgte eine verstärkte Beratung und fachliche Begleitung von Projekten verschiedener DB-Gesellschaften im Außenwirtschaftsrecht. Hiermit wurde potenziellen Risiken Rechnung getragen, die beispielsweise auch aus internationalen Entwicklungen wie der Russland-/Ukraine-Krise erwachsen können.

Schwerpunkt Kartellrechts-Compliance

Im Rahmen DB-konzernweiter Präsenzschulungen werden Führungskräfte und Mitarbeiter fortlaufend für das Thema Kartellrecht sensibilisiert. Die Trainingsformate werden dabei individuell auf die Anforderungen der Geschäftsfelder beziehungsweise der Konzernfunktionen zugeschnitten. Zielgruppe sind alle Führungskräfte und Mitarbeiter des DB-Konzerns, die Kontakt mit Wettbewerbern haben oder in anderen wettbewerblich sensiblen Funktionen tätig sind. Das im Berichtsjahr bei DB Schenker Logistics aktualisierte kartellrechtliche E-Learning veranschaulicht unter anderem anhand geschäftsfeldspezifischer Beispielsfälle die wesentlichen Regeln des Kartellrechts.

System zur Prävention von Kartellschäden in Kraft

Am 1. Januar 2014 ist das Kartellschadenspräventionssystem (KSPS) im DB-Konzern in Kraft getreten. Ziel des Systems ist es, das Risiko des DB-Konzerns, Opfer von Kartellabsprachen zu werden, zu minimieren und bei Verdacht auf Kartellverstöße von Lieferanten schnell und wirksam reagieren zu können. Das KSPS folgt hierfür einem dreistufigen Ansatz. Es werden Kartellrisiken für die Beschaffung identifiziert, die Einkäufer in einem speziell dafür konzipierten Schulungsprogramm umfassend für Kartellrisiken im Beschaffungsvorgang sensibilisiert und abschließend die entsprechenden Risiken bewertet und qualifiziert. Diese Risiken werden sodann durch zielgerichtete Abwehrmaßnahmen minimiert.

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