Managementansatz

Leitlinien für partnerschaftliches Miteinander

Der DB-Konzern setzt auf einen partnerschaftlichen Dialog und vertrauensvollen Umgang mit allen Stakeholdergruppen auf der Basis von Integrität, Kontinuität und Transparenz. Wir verstehen diesen Austausch als Chance, Verständnis für die eigenen Positionen zu schaffen und zugleich Erkenntnisse und Impulse für nachhaltiges und unternehmerisches Handeln zu gewinnen. Auch kritische Themen, zu denen gemeinsam getragene Lösungen noch erarbeitet werden müssen, sind fester Bestandteil des offenen Austauschs.

Grundlage aller Dialogaktivitäten ist unsere Stakeholdercharta. Sie formuliert konzernweit gültige Prinzipien für einen verantwortungsvollen Umgang zwischen dem DB-Konzern und seinen Stakeholdern. Auf dieser Basis werden die Stakeholder bei wichtigen Weichenstellungen eingebunden, zum Beispiel bei Maßnahmen zur Lärmreduktion oder bei der Entwicklung oder Einführung neuer Produktangebote.

Dialog mit der Politik folgt klaren Regeln

Der DB-Konzern steht als einer der größten Mobilitäts- und Logistikdienstleister wie kaum ein anderes Unternehmen im Fokus von Öffentlichkeit und Politik. Deshalb sind wir ein gefragter Dialogpartner vor allem auch in der öffentlichen Diskussion. Der DB-Konzern bezieht eigene verkehrspolitische Positionen auf nationaler und internationaler Ebene gegenüber politischen und administrativen Institutionen sowie Parteien, Verbänden und den für das Unternehmen relevanten Wissenschaftsbereichen. Der DB-Konzern will mit Sachargumenten zu einem konstruktiven Meinungsfindungsprozess beitragen. Die Prinzipien der Stakeholdercharta gelten dabei auch im Dialog mit der Politik. Darüber hinaus hat sich der DB-Konzern strenge interne Maßstäbe für die Mitwirkung an politischen Prozessen gesetzt, die konzernweit bindend als »Konzerngrundsätze Ethik Verhaltenskodex« zusammengefasst sind.

Unsere Gremien

BahnBeirat seit 2002 aktiv

Um unabhängige Ratgeber für die öffentliche Debatte und die Positionierung des Unternehmens zu gewinnen, hat der Vorstand des DB-Konzerns im Jahr 2002 den BahnBeirat gegründet. Das Gremium setzt sich aus zwölf renommierten Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Die Mitglieder sind unabhängig und vertreten nicht die Institutionen, in denen sie tätig sind. Amtierender Vorsitzender des BahnBeirats ist seit 2008 Prof. Dr. Dr. h. c. Gerd Aberle. Die Aufgaben des Gremiums bestehen darin, die Positionen des DB-Konzerns zu hinterfragen und mit dem Vorstand zu erörtern sowie den Dialog mit der Fachöffentlichkeit zu unterstützen. Zu diesem Zweck kommen die Mitglieder mindestens viermal jährlich zusammen. Der BahnBeirat hat keine Aufgaben im Sinne des Aktienrechts.

Im Berichtsjahr befasste sich der BahnBeirat insbesondere mit den Themen Energiewende und Umwelt-Vorreiter, Technikstrategie, Kommunikation und Kundendialog, Digitalisierung, Tarifverhandlungen sowie Infrastrukturfinanzierung.

Eine vollständige Liste der Mitglieder des BahnBeirats ist online verfügbar.

Zehn Jahre DB Kundenbeirat

Wie lässt sich die Kundenzufriedenheit steigern und das Vertrauen der Kunden nachhaltig festigen? Wie kann man Kunden stärker in das Unternehmen einbinden, wie Kundenwünsche besser kennenlernen und Kundenanregungen effektiver nutzen? Diese Überlegungen bildeten 2004 den Ausgangspunkt, als eines der ersten großen Unternehmen in Deutschland einen Kundenbeirat zu schaffen. Die Resonanz auf der Kundenseite war enorm: Bereits beim ersten Aufruf signalisierten rund 5.400 Bahnkunden Interesse an einem Engagement für den DB-Konzern.

Seit seiner Gründung hat der Beirat in über 20 Sitzungen viele wertvolle Impulse gegeben und zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht. Das Fahrgastgremium besteht aus 30 ehrenamtlichen Mitgliedern, die für jeweils drei Jahre berufen werden und aus wesentlichen Kundengruppen im Regional- und Fernverkehr stammen. Zweimal im Jahr kommt das Gremium zu ordentlichen Sitzungen zusammen, daneben unterstützt und berät es in zahlreichen Projekten mit Kundenrelevanz. Im Berichtsjahr lag der Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit auf der Verbesserung der Reisendeninformation entlang der gesamten Reisekette, der Einbindung in Fahrzeug- und Angebotsthemen sowie der Entwicklung von tragfähigen Ideen zur Ausgestaltung vernetzter Mobilität. In einem Workshop zur Wesentlichkeitsanalyse haben Vertreter des Kundenbeirats 2014 zudem die Ergebnisse der Stakeholderbefragung diskutiert und konkrete Impulse zu den daraus abzuleitenden Handlungsempfehlungen gegeben.

Mitgliedschaften in Verbänden

Der DB-Konzern ist direkt und über seine Tochtergesellschaften Mitglied in zahlreichen Wirtschafts-, Branchen- und anderen Verbänden. Zu den Zielen unseres Engagements zählen Information, Austausch und Vernetzung sowie die kooperative Interessenvertretung.

Die nachfolgenden Mitgliedschaften haben besondere Relevanz für den politischen Dialog auf nationaler und internationaler Ebene:

  • Allianz pro Schiene (ApS)
  • Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Mobilität und Verkehr (Agv MoVe)
  • Association Francaise du Rail (AFRA)
  • Community of European Railway and Infrastructure Companies (CER)
  • Deutsches Verkehrsforum (DVF)
  • Union Internationale des Chemins de Fer (UIC)
  • Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) 
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