Gerd Becht
Gerd Becht, Compliance, Datenschutz, Recht und Konzernsicherheit

Mit unserem System zur Prävention von Kartellschäden legen wir die Grundlage für eine nachhaltige Einhaltung marktgerechter Beschaffungspreise.

Handeln, bevor
der Schaden eintritt

Vermeidung von Kartellschäden

Enge Märkte mit wenigen Lieferanten und ein hohes Einkaufsvolumen erhöhen für den DB-Konzern die Gefahr von Kartellen. Für uns resultieren daraus zwei Herausforderungen: Zum einen müssen wir eingetretene Fälle aufdecken. Dabei gehen wir gegen Kartellanten konsequent vor und setzen Schadenersatzansprüche durch. In den vergangenen drei Jahren konnten Schadenersatzzahlungen in einem dreistelligen Millionenbereich erzielt werden. Zum anderen setzen wir auf Prävention, um Schäden in der Zukunft zu verhindern. Als vorbeugende Schutzmaßnahme gegen etwaige Schäden durch Kartelle auf Lieferantenseite haben wir zum Januar 2014 als erstes deutsches Unternehmen ein umfassendes Kartellschadenspräventionssystem eingeführt.

Das Kartellschadenspräventionssystem soll Kartellrisiken identifizieren, qualifizieren und reduzieren. Dies erfordert unter anderem Schulungsprogramme zur Sensibilisierung der Mitarbeiter des Einkaufs für Kartellrisiken sowie ökonomische Screeningmethoden zur Identifizierung von Märkten mit Kartellneigung. Auf diesen Märkten werden die Lieferanten dann zur Einführung von kartellrechtlichen Compliance-Programmen verpflichtet. Außerdem wurden Prozesse zum europaweiten Monitoring kartellbehördlicher Aktivitäten implementiert.

15%

des Auftragswerts setzen
wir zur Prävention
in unseren allgemeinen
Einkaufsbedingungen als
pauschalierten
Schadenersatz an.

Kartellschadensprävention ist mehr als Rechtsberatung. Es geht auch um eine effektive Integration der Präventionsmechanismen in die Einkaufsprozesse. Die Ziele der Kartellschadensprävention lassen sich daher nur durch eine engagierte ressortübergreifende Zusammenarbeit vollumfänglich verwirklichen. Dies stärkt zugleich die Akzeptanz des gesamten Präventionssystems. Die Einführung eines derartigen Systems ist damit nicht nur aus wirtschaftlichen, sondern auch aus sozialen Aspekten ein wichtiger Beitrag zur Verwirklichung der Ziele von DB2020 .

Ziel des Kartell-
schadenspräventionssystems
ist es, den DB-Konzern vor
Schäden durch Kartelle zum
Beispiel beim Einkauf von
Transport- und Bauleistungen,
aber auch Lebensmitteln
zu schützen.

25%

durchschnittlicher
Kartellaufschlag auf
Preise von Waren und
Dienstleistungen
gegenüber regulären
Wettbewerbspreisen.

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