Konzernfinanzierung

Die Finanzierung des DB-Konzerns ist im Konzern-Treasury in der DB AG gebündelt. Das Treasury operiert im DB-Konzern wie eine hausinterne Bank, allerdings als Dienstleister und nicht als Profit-Center. Alle Konzerngesellschaften unterhalten Geschäftsbeziehungen mit dem Treasury. Die Geschäfte des DB ML-Konzerns werden von denen der Infrastrukturgesellschaften separiert. Im Wesentlichen werden Darlehen aufgenommen, Gelder angelegt und Liquidität gepoolt. Die Konditionen sind marktgerecht, das heißt, es werden zeitpunktaktuelle Zinssätze vereinbart, wie sie auch von Banken quotiert würden, wenn diese keine Gewinnerwartung hätten.

Marktgerecht heißt, dass die Kreditmargen entsprechend der Bonität differenziert werden: Die Kreditmarge für die Infrastrukturgesellschaften entspricht im Wesentlichen den Kreditmargen der DB AG am Geld- und Kapitalmarkt. Die Kreditmargen für die Gesellschaften des DB ML-Konzerns liegen höher und ergeben sich aus einer internen, kennzahlenbasierten Bonitätseinschätzung und den am Kapitalmarkt quotierten Kreditmargen.

All diese Finanzflüsse basieren auf Verträgen. Wenn eine DB-Konzerngesellschaft überschüssige Mittel bei der DB ML AG anlegt, bleibt die entsprechende Gesellschaft Eigentümerin der liquiden Mittel und hat eine verzinsliche Finanzforderung gegenüber der DB ML AG. Diese kann die Gesellschaft – außer bei Termingeldern – jederzeit fällig stellen und zurückbekommen.

Die Bündelung der Konzernfinanzierungsfunktion bei der DB AG gewährleistet einen einheitlichen Marktauftritt am Geld- und Kapitalmarkt, Skaleneffekte und Kostenvorteile. Außerdem ermöglicht eine zentrale Konzernfinanzierung eine adäquate Überwachung der Finanzgeschäfte und ein gesamthaftes Risikomanagement.

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