Entwicklung im Berichtsjahr

  

 

Veränderung

 

DB ARRIVA20142013

absolut

%

2012

Pünktlichkeit Schiene  in %

91,4

91,7

91,8

Kundenzufriedenheit Bus und Schiene

in Großbritannien  in ZI

82

83

84

Reisende in Mio.

1.647

1.632

+15

+0,9

1.421

Verkehrsleistung Schiene in Mio. Pkm

8.638

8.309

+329

+4,0

7.628

Betriebsleistung in Mio. Trkm

131,6

133,9

–2,3

–1,7

116,7

Betriebsleistung in Mio. Buskm

1.003

975,2

+27,8

+2,9

814,3

Gesamtumsatz in Mio. €.

4.491

4.180

+311

+7,4

3.757

Außenumsatz  in Mio. €

4.485

4.175

+310

+7,4

3.751

EBITDA bereinigt in Mio. €

498

467

+31

+6,6

425

EBIT bereinigt in Mio. €

265

245

+20

+8,2

238

Brutto-Investitionen in Mio. €

296

275

+21

+7,6

468

Mitarbeiter per 31.12. in VZP

45.712

46.718

–1.006

–2,2

39.545

Mitarbeiterzufriedenheit  – Index

3,7

3,6

Ausfallzeiten  in %

4,9

4,5

4,5

Fluktuation von Mitarbeitern  in %

6,2

6,4

7,2

Reduktion spezifischer CO₂e-Emissionen Schiene im Vergleich zu 2006  (bezogen auf Wageneinheiten) in %

10,1

9,6

5,3

Reduktion spezifischer CO₂e-Emissionen Bus im Vergleich zu 2006  (bezogen auf Buskm) in %

14,9

12,8

5,5

Maßnahmen 2014

  • Investitionsprogramm zur Modernisierung der Flotte gestartet.
  • Reiseinformations- und Buchungstechnologie weiterentwickelt.
  • Pilotierung innovativer Formen des Kundenfeedbacks (»Talk to«-App).
  • Auf Kundenfeedback basierendes Instandhaltungskonzept eingeführt.
  • Positive Effekte aus Akquisitionen und neuen Verträgen.
  • Verbesserungen in Schweden erzielt.
  • Spürbare Auswirkungen von Währungskurseffekten.

Der Pünktlichkeitswert für unsere Schienenpersonenverkehre in Europa (Großbritannien, Dänemark, Schweden, Niederlande und Polen) war im Berichtsjahr im Wesentlichen aufgrund von Beeinträchtigungen zu Beginn des Jahres durch Unwetter leicht rückläufig.

Der Kundenzufriedenheitsindex von DB Arriva basiert auf den jährlich stattfindenden Befragungen der Sparten UK Bus und UK Trains. Sie dient als ein wichtiger von den Bestellerorganisationen ermittelter Erfolgsfaktor. Im Berichtsjahr war die Kundenzufriedenheit aufgrund schlechterer Verfügbarkeit des britischen Schienennetzes leicht rückläufig. Die steigende Kundenzufriedenheit im britischen Busverkehr verbesserte sich und wirkte in der Gesamtentwicklung teilweise kompensierend.

Maßnahmen 2014

  • Gesundheitsbus macht Mitarbeitern in Dänemark unter anderem Angebote zur Ernährungsberatung, Raucherentwöhnung, Blutdruckmessung. Im Berichtsjahr wurde DB Arriva dafür mit dem CSR People Prize von der Danish Corporate Social Responsibility Foundation ausgezeichnet.

Die Entwicklung der Reisendenzahl sowie der Verkehrsleistung war infolge der Inbetriebnahme neuer Verkehrsverträge und akquisitionsbedingt positiv.

Insgesamt ist die Entwicklung im Geschäftsfeld DB Arriva mit Anstiegen in Umsatz und bereinigtem EBIT positiv verlaufen.

Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf die Auswirkungen der 2013 getätigten Akquisitionen (Veolia Osteuropa, tschechische Busaktivitäten von Abellio und Centrebus) und neu aufgenommener Verkehre in den Niederlanden zurückzuführen. Auch Zuwächse aus Abrechnungsumstellungen in der Sparte UK Trains und positive Wechselkurseffekte sind hier zu nennen.

Der Materialaufwand blieb nahezu unverändert (–0,7%). Der Anstieg infolge der Geschäftsausweitung und von Währungskurseffekten wurde durch geringere Trassennutzungsaufwendungen egalisiert, mit denen allerdings auch höhere Franchisezahlungen einhergingen. Diese führten zu einem deutlichen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+22,3%).

Die deutliche Verbesserung der operativen Ergebnisgrößen wurde von allen Sparten, insbesondere der Sparte Mainland Europe, getragen.

Die Brutto-Investitionen sind im Berichtsjahr angestiegen. Dies resultierte hauptsächlich aus der Neuaufnahme von Verkehren in den Niederlanden.

Maßnahmen 2014

  • Fast 400 Hybridbusse, 200 gasbetriebene Busse und 50 Elektrobusse im Einsatz.
  • 2.000 EconoSpeed-Systeme für Busse in Großbritannien sollen durch optimierte Beschleunigung zu Kraftstoffeinsparungen führen.

Die Mitarbeiterzahl hat sich leicht verringert. Der Rückgang resultiert vor allem aus dem Verkauf der Aktivitäten auf Malta.

DB Arriva konnte infolge umgesetzter Maßnahmen nach der letzten Mitarbeiterbefragung die Mitarbeiterzufriedenheit verbessern.

Die Ausfallzeiten haben insgesamt infolge der Entwicklung in einigen operativen Gesellschaften zugenommen. Entsprechende Gegenmaßnahmen wurden eingeleitet.

Die Mitarbeiterfluktuation war maßgeblich infolge des Verkaufs von Arriva Malta rückläufig. Dämpfend wirkte die Verbesserung des Arbeitsmarkts in Großbritannien, die zu einer erhöhten Fluktuation in der Sparte UK Bus führte.

DB Arriva reduziert den Ausstoß seiner spezifischen CO₂-Äquivalente seit 2006 kontinuierlich. Verschiedenste Maßnahmen werden zur Zielerreichung initiiert und umgesetzt.

Sparte UK Bus

  • Hoher Wettbewerbsdruck im Londoner Markt.
  • Positive Effekte aus neuen Verkehren und Akquisition von Centrebus.
  • Spürbare positive Wechselkurseffekte.
  • Negative Umsatzeffekte durch Restrukturierung von TGM und Verkauf von TOT.
 

2014

2013

Veränderung

SPARTE UK BUS 

AUSGEWÄHLTE KENNZAHLEN 
[IN MIO. €]

absolut

%

Reisende in Mio.

765,8

755,7

+10,1

+1,3

Betriebsleistung in Mio. Buskm

396,3

403,5

–7,2

–1,8

Gesamtumsatz

1.311

1.215

+96

+7,9

Außenumsatz

1.298

1.196

+102

+8,5

EBITDA bereinigt

212

207

+5

+2,4

EBIT bereinigt

127

126

+1

+0,8

Brutto-Investitionen

97

120

–23

–19,2

Mitarbeiter per 31.12. in VZP 17.188 17.963 –775–4,3

Die erstmalig ganzjährige Einbeziehung von Centrebus führte zu einem Anstieg der Anzahl der Reisenden. Die Betriebsleistung entwickelte sich im Berichtsjahr infolge der Beendigung einiger Linien in London negativ.

Die Umsatzentwicklung war positiv. Zuwächse wurden getrieben durch die Inbetriebnahme neuer Verkehrsverträge, Wechselkurseffekte (+66 Mio. €) und durch den Kauf von Centrebus im Vorjahr. Auch ein Veränderung bei den Kraftstoffzuschüssen (Bus Service Operator Grants; BSOG) führte zu einer Erhöhung des Umsatzes. Diese korrespondierte allerdings mit einer entsprechenden Erhöhung des Materialaufwands. Die Entwicklung des Materialaufwands wurde gedämpft, insgesamt stieg er aber spürbar an.

Auch der Personalaufwand erhöhte sich deutlich. Währungskurseffekte und die Geschäftsausweitung waren dafür verantwortlich.

Da die Umsatzzuwächse von dem gestiegenen Material- und Personalaufwand nahezu vollständig kompensiert wurden, verzeichnete die Sparte eine Entwicklung des operativen Ergebnisses ungefähr auf Vorjahresniveau. Das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT erhöhten sich leicht.

Die Brutto-Investitionen sind gesunken. Dies lag vor allem an niedrigeren Investitionen für Busse in London und bei Arriva Transport Solutions.

Die Zahl der Mitarbeiter ist per 31. Dezember 2014 gesunken, was vor allem an der Restrukturierung von TGM und dem Verkauf von TOT lag.

Sparte UK Trains

  • Angebotsausweitung bei Grand Central.
  • Erhöhte Franchisezahlungen durch gestiegene Unterstützungsleistungen kompensiert.
  • Weitgehend ergebnisneutrale strukturelle Veränderungen bei Unterstützungsleistungen.
 

2014

2013

Veränderung

SPARTE UK TRAINS 

AUSGEWÄHLTE KENNZAHLEN 
[IN MIO. €]

absolut

%

Reisende in Mio.

128,7

122,8

+5,9

+4,8

Verkehrsleistung in Mio. Pkm

6.428

6.207

+221

+3,6

Betriebsleistung in Mio. Trkm

76,9

76,9

Gesamtumsatz

1.488

1.343

+145

+10,8

Außenumsatz

1.460

1.319

+141

+10,7

EBITDA bereinigt

67

62

+5

+8,1

EBIT bereinigt

42

38

+4

+10,5

Brutto-Investitionen

14

18

–4

–22,2

Mitarbeiter per 31.12. in VZP 5.538 5.379 +159+3,0

Die Leistungsentwicklung im Berichtsjahr verlief vor allem infolge des ausgeweiteten Angebots im Westen Englands positiv.

Die Umsatzentwicklung war im Berichtsjahr positiv. Höhere Unterstützungsleistungen für das Cross-Country-Franchise gingen einher mit entsprechenden Steigerungen der Franchisezahlungen (sonstiger betrieblicher Aufwand). Auch Währungskurseffekte wirkten sich positiv aus (+76 Mio. €), korrespondierten allerdings auch mit entsprechenden währungskursbedingten Aufwandssteigerungen. Unterstützend wirkte das Wachstum bei Grand Central. Negative Umsatzeffekte resultierten aus geringeren Zuschüssen bei Arriva Train Wales, die allerdings mit entsprechend geringeren Trassennutzungsaufwendungen korrespondierten. Die Entwicklung des Materialaufwands wurde zudem durch gegenläufige Währungskurseffekte geprägt. Insgesamt ging der Materialaufwand deutlich zurück.

Gegenläufig stieg der Personalaufwand infolge einer höheren Mitarbeiterzahl sowie von Tariferhöhungen und Währungskurseffekten deutlich an.

Insgesamt zeigten sich die bereinigten Ergebnisgrößen verbessert. Das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT stiegen.

Die Brutto-Investitionen sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken.

Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresende infolge von Neueinstellungen.

Sparte Mainland Europe

  • Positive Effekte aus im Vorjahr getätigten Akquisitionen.
  • Verkauf von Arriva Malta.
  • Neue Verkehre in den Niederlanden aufgenommen.
  • Verbesserungen in Schweden erreicht.
 
 

 

2014

2013

Veränderung

SPARTE MAINLAND EUROPE 

AUSGEWÄHLTE KENNZAHLEN 
[IN MIO. €]

absolut

%

Reisende Schiene in Mio.

94,7

96,0

–1,3

–1,4

Reisende Bus in Mio.

658,2

657,3

+0,9

+0,1

Verkehrsleistung Schiene in Mio. Pkm

2.210

2.102

+108

+5,1

Betriebsleistung in Mio.Trkm

54,7

57,0

–2,3

–4,0

Betriebsleistung in Mio. Buskm

606,8

571,7

+35,1

+6,1

Gesamtumsatz

1.794

1.724

+70

+4,1

Außenumsatz

1.729

1.660

+69

+4,2

EBITDA bereinigt

241

222

+19

+8,6

EBIT bereinigt

117

102

+15

+14,7

Brutto-Investitionen

182

139

+43

+30,9

Mitarbeiter per 31.12. in VZP 22.758 23.204 –446–1,9

Der Anstieg der Verkehrsleistung resultierte vor allem aus der erstmalig ganzjährigen Einbeziehung von Verkehren in Schweden und in den Niederlanden. Die Entwicklung im Busverkehr ist zudem auf die erstmalig ganzjährige Einbeziehung von Akquisitionen im Vorjahr zurückzuführen.

Die Umsatzentwicklung gestaltete sich positiv. Treiber waren die Neuaufnahme von Verkehren und die Akquisitionen. Gegenläufig wirkte der Verkauf von Arriva Malta.

Die Geschäftsausweitung, gedämpft durch die Effekte aus dem Verkauf von Arriva Malta, war auch der Haupttreiber für die Entwicklung des Material- und Personalaufwands. Belastungen resultierten zudem aus höheren Kosten in der Startphase von neu aufgenommenen Verkehren. Positiv wirkten erzielte Verbesserungen in Schweden.

Insgesamt verbesserten sich daher die bereinigten Ergebnisgrößen spürbar.

Die Brutto-Investitionen stiegen infolge von Investitionen in den Niederlanden für Neuverkehre ab Dezember 2014 deutlich an.

Die Zahl der Mitarbeiter verminderte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2013 durch den Verkauf von Arriva Malta. 

Die Entwicklung der Außenumsatzstruktur war maßgeblich durch die erstmalig ganzjährige Einbeziehung der im Vorjahr erworbenen Veolia Osteuropa geprägt. Positiv wirkten zudem neu in Betrieb genommene Verkehre unter anderem in Polen. Die Anteile der Umsätze aus Tschechien, Polen und der Slowakei stiegen dementsprechend spürbar an. Gegenläufig ging unter anderem der Anteil der Niederlande zurück, da der Umsatzanstieg hier nur unterproportional war.

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