Ereignisse 2014

Fahrzeugverfügbarkeit im Fernverkehr

Die Verfügbarkeit der ICE-Flotte hat sich im Berichtsjahr positiv entwickelt:

  • Milde Witterung zu Jahresbeginn führte zu geringen Fahrzeugbeeinträchtigungen, sodass die Zuverlässigkeit der Flotte durch freie Instandhaltungskapazitäten stabilisiert werden konnte.
  • Im Sommer führten geringere Winterreserven, eine höhere Anzahl von Fahrzeugdefekten sowie die schwächere Pünktlichkeit zu einer Anspannung der Betriebslage.
  • Die im Vorjahr eingeleiteten Verbesserungsmaßnahmen, wie die Optimierung von Umläufen, wirkten positiv.
  • Ebenfalls positiv wirkte der Probebetrieb der ersten acht ICE - 3-Züge der Baureihe (BR) 407. Parallel wird die Zulassung der Triebzüge im Ausland durch Messfahrten vorangetrieben. Die Zulassung der Züge für das französische Netz erwarten wir im Jahr 2015.

Erwartete Verbesserungen bei der Verfügbarkeit der ICE - 3- und ICE-T-Flotte sind infolge von Verzögerungen bei dem geplanten Austausch von Radsatzwellen bisher nicht eingetreten. Die Inbetriebnahmegenehmigung der für die ICE -3-Züge neu entwickelten Treibradsätze wurde erst Mitte Oktober erteilt. Der Abschluss der Umrüstung der Züge wird sich voraussichtlich bis in das Jahr 2018 erstrecken. Ferner existiert ein erhöhter Tauschbedarf bei den Radsätzen der ICE - 1- und ICE - 2-Züge.

Der Zulauf der neuen Doppelstock-Intercitys hat sich weiter verzögert und wird nicht vor Ende 2015 erfolgen.

Fahrzeugprojekte im Fernverkehr

Die Ertüchtigung der ICE-T-Flotte wurde fortgesetzt und 13 von 42 Triebzügen fertiggestellt. Kern der Arbeiten sind eine Stabilisierung und Modernisierung der Fahrzeugtechnik. Im Innenbereich werden Ausbesserungen vorgenommen und einzelne Komponenten erneuert.

Gleichzeitig wurden die Vorbereitungen für das Redesign des ICE 3 ab 2016 fortgeführt. Technik- und Komfortmaßnahmen wurden initiiert und die technische Ausarbeitung begonnen. Die Triebzüge der ICE-T- sowie der ICE-3-Flotte werden dann zudem für den Betrieb mit European Train Control System (ETCS) ausgerüstet.

Die umfassende Modernisierung aller 773 Wagen unserer IC- und EC-Flotte konnte 2014 abgeschlossen werden. Ende 2015 soll die Stabilisierung mit zusätzlichen Technikmaßnahmen abgeschlossen sein.

Liberalisierung des Fernbusmarkts in Deutschland

Seit der Liberalisierung im Jahr 2013 hat sich der deutsche Fernbusmarkt sehr dynamisch entwickelt. Zahlreiche neue Anbieter haben großflächige Netze über Deutschland gespannt. Der Kampf um Marktanteile wurde insbesondere durch einen harten Preiswettbewerb geführt. Eine erste Marktkonsolidierung ist bereits eingetreten. In den kommenden zwei bis drei Jahren wird sich das Marktwachstum fortsetzen, wenn auch mit abnehmender Dynamik.

Die Etablierung eines weiteren Angebots im deutschen Fernverkehrsmarkt führt zu einer Verlagerung der Nachfrage auch zulasten des Schienenpersonenfernverkehrs.

Ausbau IC-Bus-Verbindungen

Im Berichtsjahr starteten drei grenzüberschreitende IC-Bus-Verbindungen (München–Slowenien–Kroatien, Düsseldorf–Niederlande, Düsseldorf–Belgien). Die Verkehre sind in das Vertriebssystem und den Fahrplan integriert.

Angebote für mobile Endgeräte ausgebaut
  • Der im Vorjahr als Online-Version eingeführte Zugradar steht seit April zusätzlich als App zur Verfügung und informiert über Zuglauf und Pünktlichkeit.
  • Seit Anfang 2014 erhalten Kunden mit dem Erwerb eines Handy-Tickets mit BahnCard-Rabatt und einer Reiseweite von über 100 km ohne Aufpreis das City-Ticket, das in mehr als 120 Städten die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs auf der Fahrt zum Bahnhof und vom Bahnhof zum Zielort ermöglicht.
  • Online-Tickets, die als Handy-Tickets buchbar sind, können seit dem Berichtsjahr in den mobilen DB Navigator geladen werden. Damit kann der Ausdruck der Fahrkarte eingespart werden.
  • In der Touch&Travel-App wurden Haltestellen sowie Call-a-Bike- und Flinkster-Stationen ergänzt. Neben einer Navigationsfunktion bietet die App unter anderem die Möglichkeit der direkten Verbindung zu den entsprechenden Apps von Call a Bike und Flinkster. 
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