Entwicklung im Berichtsjahr

1) 2014 unter Einbeziehung von Effizienzverbesserungen gemäß IATA Fuel Measurement Protocol seit 2006. Basis metrische Tonnen.
  

 

Veränderung 

 

DB SCHENKER LOGISTICS 2014 2013 absolut % 2012

Sendungen im europäischen Landverkehr in Tausend

98.867

95.543

+3.324

+3,5

95.325

Luftfrachtvolumen (Export) in Tausend t

1.112

1.092

+20

+1,8

1.095

Seefrachtvolumen (Export) in Tausend TEU

1.983

1.891

+92

+4,9

1.905

Gesamtumsatz in Mio. €

14.943

14.857

+86

+0,6

15.389

Außenumsatz  in Mio. €

14.894

14.814

+80

+0,5

15.335

Rohertragsmarge in %

33,1

32,2

31,5

EBITDA bereinigt in Mio. €

520

518

+2

+0,4

609

EBIT bereinigt in Mio. €

332

335

–3

–0,9

418

EBIT-Marge (bereinigt)  in %

2,2

2,3

2,7

Brutto-Investitionen in Mio. €

240

335

–95

–28,4

321

Mitarbeiter per 31.12. in VZP

64.810

64.051

+759

+1,2

64.199

Mitarbeiterzufriedenheit  – Index

3,9

3,9

Frauenanteil in Deutschland  per 31.12. in %

32,6

33,1

32,7

Gesundheitsstand in Deutschland  in %

95,8

95,7

96,2

Reduktion spezifischer CO₂-Emissionen (europäischer Landverkehr)
im Vergleich zu 2006  (bezogen auf tkm) in %

14,6

11,0

10,3

Reduktion spezifischer CO₂-Emissionen (Luftfracht)
im Vergleich zu 2006  (bezogen auf tkm) 1) in %

10,8

–0,6

–0,7

Reduktion spezifischer CO₂-Emissionen (Seefracht)
im Vergleich zu 2006  (bezogen auf tkm) in %

45,6

42,4

32,6

Maßnahmen 2014

  • Einführung eines weltweiten Customer-Relationship- Management-Systems.
  • Initiierung vieler Projekte im Zuge der »Multimodalen Initiative«.
  • Pilotierung von »Integrated Supply Chain Solutions« für mehrere Branchen.
  • Implementierung der »Next Generation eServices«.
  • Trends aus dem Vorjahr haben sich fortgesetzt.
  • Verbesserte Wirtschaftsentwicklung, aber intensives Wettbewerbsumfeld.
  • Starker Einfluss von Währungskurseffekten.

Die Volumenentwicklung in den einzelnen Sparten war im Berichtsjahr unterschiedlich, aber übergreifend positiv:

  • Das Sendungsvolumen im europäischen Landverkehr stieg. Treiber hierfür waren die Zuwächse im System- und Direktverkehr, die durch die leichte Abschwächung im Paketgeschäft gedämpft wurden.
  • Auch in der Luftfracht stiegen die Volumina. Maßgeblich hierfür waren vor allem die transatlantischen Verkehre sowie die Verkehre Asien–Europa sowie von und nach Lateinamerika und in die Region Mittlerer Osten. Gegenläufig nahm die Volumenentwicklung auf den transpazifischen Routen sowie auf den Verkehren von und nach Lateinamerika ab.
  • Das Seefrachtvolumen nahm ebenfalls zu. Eine positive Entwicklung zeigten insbesondere die innerasiatischen Relationen, die transatlantischen Verkehre sowie die Relation Asien–Europa. Die Entwicklung konnte durch Rückgänge der transpazifischen Relationen sowie der innereuropäischen Verkehre nicht kompensiert werden.

Die positive Leistungsentwicklung führte zu einer währungskursbereinigt positiven Umsatzentwicklung (+2,7%). Abschwächend wirkten Währungskurseffekte.

Maßnahmen 2014

  • Business Dialogue etabliert, um weltweit Talente zu entdecken und zu fördern.
  • Etablierung von Corporate Volunteering im ST EPforward-Programm.

Währungskursbereinigt war die Entwicklung in allen Sparten positiv und in allen Regionen zumindest auf Vorjahresniveau. Am dynamischsten war die Entwicklung währungskursbereinigt in der Kontraktlogistik und in den Regionen West (vor allem Spanien, Italien und Frankreich) und Asien/Pazifik.

Der Materialaufwand ist im Berichtsjahr währungskursbereinigt angestiegen. Verantwortlich hierfür waren die positive Geschäftsentwicklung in der Seefracht und der Kontraktlogistik sowie Preiseffekte im Landverkehr.

Infolge des Rückgangs der Aufwendungen für bezogene Leistungen stieg im Berichtsjahr die Rohertragsmarge an.

Die Ergebnisentwicklung war währungskursbereinigt positiv. Das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT entwickelten sich auf Vorjahresniveau. 

Die Brutto-Investitionen lagen unterhalb des Vorjahreswerts. Die Investitionsschwerpunkte lagen nach wie vor in der Region Europa. Darüber hinaus wurde in Neubauprojekte und Erweiterungen von Speditionsanlagen sowie Terminals in China, Finnland, Schweden, Österreich, Singapur und Deutschland investiert. Weitere größere Investitionen waren Projekte zur Einführung neuer IT-Systeme. Der Rückgang resultierte überwiegend aus der Entwicklung in den Regionen Asien/Pazifik sowie Central.

Maßnahmen 2014

  • Nachhaltiges Logistikzentrum in Singapur eröffnet.
  • Einsatz von Lkw mit höchsten Abgasnormen V und VI auf Langstrecken.
  • Containerreederei Maersk Line verpflichtet sich erstmalig vertraglich, die CO₂-Emissionen je transportierte Einheit bis 2020 jährlich zu reduzieren.

Die gestiegene Geschäftsaktivität in der Kontraktlogistik spiegelte sich per 31. Dezember 2014 auch in einem leichten Anstieg der Mitarbeiterzahl wider.

Die Mitarbeiterzufriedenheit hat sich stabil entwickelt.

Der Frauenanteil in Deutschland ist leicht zurückgegangen. Der Gesundheitsstand in Deutschland blieb annähernd auf Vorjahresniveau.

Besonders im Seeverkehr konnte seit 2006 durch den Einsatz größerer Schiffe und nachhaltiges Slow Steaming eine hohe Reduktion der spezifischen CO₂-Emissionen erreicht werden. Auch Landverkehr und Luftfracht verzeichnen Reduktionen aufgrund von Flottenerneuerungen und optimiertem Transportmanagement.

Sparte Europäischer Landverkehr

  • Marktwachstum schwach.
  • Anhaltend sehr wettbewerbsintensives Marktumfeld.
  • Anhaltend starker Preisdruck, Preismaßnahmen nur punktuell durchsetzbar.
  • Fokus auf die Kernprodukte: System- und Direktverkehre.
  • Weitere Optimierung der IT-Landschaft.
 

2014

2013

Veränderung

EUROPÄISCHER LANDVERKEHR

AUSGEWÄHLTE KENNZAHLEN
[IN MIO. €]

absolut

%

Sendungen im europäischen Landverkehr in Tausend

98.867

95.543

+3.324

+3,5

Gesamtumsatz

6.362

6.370

–8

–0,1

Außenumsatz

6.319

6.332

–13

–0,2

EBITDA bereinigt

190

187

+3

+1,6

EBIT bereinigt

96

92

+4

+4,3

Mitarbeiter per 31.12. in VZP 24.485 24.569 –84–0,3

Die Volumenentwicklung hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Dabei sank die Anzahl der Sendungen im Paketgeschäft um 1,1%, was durch die Entwicklung der System- und Direktverkehre mehr als kompensiert wurde (+6,1%).

Sinkende durchschnittliche Sendungsgewichte und negative Währungskurseffekte dämpften die Dynamik des Umsatzwachstums, sodass der Gesamt- und der Außenumsatz leicht zurückgingen.

Der Materialaufwand blieb leicht unter dem Vorjahresniveau. Währungskursbereinigt führte die Volumenentwicklung zu höheren Kosten für eingekaufte Transportleistungen, insbesondere bei den System- und Direktverkehren. Außerdem erhöhten sich die Personalaufwendungen infolge steigender Löhne.

Infolge einer insgesamt leicht verbesserten Rohertragsmarge und eines trotz Sendungszuwachses leicht gesunkenen Personalstands verbesserten sich auch die operativen Ergebnisgrößen. Insgesamt nahmen das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT zu. Währungskursbereinigt war die operative Ergebnisentwicklung noch etwas positiver.

Die Mitarbeiterzahl ist per 31. Dezember 2014 stabil.

Sparte Luft- und Seefracht

  • Verbesserte weltwirtschaftliche Entwicklung spiegelt sich in der Entwicklung des Luftfrachtmarkts wider.
  • Differenzierte Entwicklung auf einzelnen Routen.
  • In Luft- und Seefracht wurden umfangreiche Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung eingeleitet.
 

2014

2013

Veränderung

LUFT- UND SEEFRACHT

AUSGEWÄHLTE KENNZAHLEN
[IN MIO. €]

absolut

%

Luftfrachtvolumen (Export)
in Tausend t

1.112

1.092

+20

+1,8

Seefrachtvolumen (Export)
in Tausend TEU

1.983

1.891

+92

+4,9

Gesamtumsatz

6.550

6.647

–97

–1,5

Außenumsatz

6.546

6.643

–97

–1,5

EBITDA bereinigt

233

225

+8

+3,6

EBIT bereinigt

202

192

+10

+5,2

Mitarbeiter per 31.12. in VZP 20.474 20.642 –168–0,8

Die Leistungsentwicklung war im Berichtsjahr positiv:

  • In der Seefracht haben wir ein hohes Wachstum auf unserer stärksten Relation von Asien nach Europa sowie in den innerasiatischen Verkehren erzielt. Besonders erfreulich ist die Entwicklung der Verkehre in die Länder Lateinamerikas und mehr noch des Nahen Ostens. Transporte in diese Wachstumsregionen repräsentieren inzwischen etwa 20% unseres Seefrachtvolumens.
  • In der Luftfracht konnten wir unsere Verkehre zwischen Europa und Nordamerika, zwischen Europa und Asien sowie aus dem und in den Nahen Osten ausbauen.

Dementsprechend entwickelten sich auch die Umsatzbeiträge. Gegenläufig wirkten allerdings Währungskurseffekte, sodass der Umsatz der Sparte zurückging. Währungsbereinigt verzeichneten aber sowohl Luft- als auch Seefracht einen leichten Umsatzanstieg.

Die Währungskurseffekte wirkten sich allerdings positiv auf die Aufwandsentwicklung aus, da insbesondere die Kosten für eingekaufte Transportleistungen dadurch insgesamt geringer waren. Während der Aufwand bei der Luftfracht auch währungskursbedingt gesunken ist, stieg er bei der Seefracht volumenbedingt an.

Der Personalaufwand sank währungsbedingt. Währungskursbereinigt ist er infolge allgemeiner Gehaltsanpassungen leicht gestiegen.

Die operative Ergebnisentwicklung war sowohl in der Luft- als auch in der Seefracht positiv, das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT stiegen.

Die Mitarbeiterzahl ging per 31. Dezember 2014 zurück.

Sparte Kontraktlogistik/SCM

  • Die Entwicklung in der Kontraktlogistik ist auch im Berichtsjahr anhaltend dynamisch geblieben.
  • Erneut wachstumsstärkste Sparte von DB Schenker Logistics.
  • Erweiterung der Kapazitäten steht im Fokus.
 

2014

2013

Veränderung

KONTRAKTLOGISTIK/SCM

AUSGEWÄHLTE KENNZAHLEN
[IN MIO. €]

absolut

%

Lagerhausfläche in Mio. m² 7,1 6,2 +0,9 +14,5

Gesamtumsatz

2.030

1.841

+189

+10,3

Außenumsatz

2.029

1.840

+189

+10,3

EBITDA bereinigt

133

124

+9

+7,3

EBIT bereinigt

79

77

+2

+2,6

Mitarbeiter per 31.12. in VZP 19.078 18.318 +760+4,1

Die Umsatzentwicklung in der Sparte Kontraktlogistik/SCM war im Berichtsjahr anhaltend positiv. Hier machte sich unter anderem die gute Geschäftsentwicklung sowohl im Bestands- als auch im Neukundengeschäft bemerkbar. Negative Währungskurseffekte schwächten auch hier die Entwicklung ab. Währungskursbereinigt war die Entwicklung der Sparte noch dynamischer. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge infolge des Wegfalls eines  Einmaleffekts aus dem Vorjahr wirkte dämpfend auf die Ergebnisentwicklung.

Mit der Geschäftsausweitung stiegen auch der Materialaufwand (insbesondere in den Regionen West und Südost) sowie infolge der höheren Mitarbeiterzahl und von Gehaltsanpassungen der Personalaufwand.

Die operative Ergebnisentwicklung war leicht positiv, das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT stiegen.

Die anhaltend dynamische Geschäftsentwicklung spiegelte sich auch in einem weiteren Anstieg der Zahl der Mitarbeiter wider.

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