Euro-Entwicklung im zweiten Halbjahr unter Druck

Die Umsatzentwicklung des DB-Konzerns wird auch durch Währungskurseffekte beeinflusst. Umsatzseitig betrugen diese Effekte im Berichtsjahr –180 Mio. €.

Im Jahresverlauf 2014 haben sich die globalen Währungsmärkte volatil gezeigt. Die wirtschaftliche Entwicklung im Euro-Raum sowie die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB), einen expansiveren Kurs in der Geldpolitik zu verfolgen, hatten zur Folge, dass die Euro-Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte deutlich zurückging. Im Gesamtjahr notierte die Währung aufgrund der Aufwertung in der ersten Jahreshälfte gegenüber den meisten Währungen fester.

Neben diesen grundlegenden Einflussfaktoren waren weitere landesspezifische Effekte für die Entstehung von Währungskurseffekten verantwortlich:

  • Der australische Dollar (AUD) wertete insbesondere in-folge der abgeschwächten Güter- und Rohstoffnachfrage des wichtigsten Handelspartners China ab (–6,4%).
  • Der kanadische Dollar (CAD) verlor infolge der global schwachen Rohstoffnachfrage sowie eines gesunkenen Preisniveaus für Rohöl an Wert (–6,7%).
  • Ein robustes Wirtschaftswachstum sowie ein steigendes reales Zinsdifferenzial zum Euro bildeten das Fundament für eine gestiegene Nachfrage nach dem britischen Pfund (GBP) (+5,4%).
  • Die expansive japanische Geldpolitik übte weiterhin Druck auf den Yen (JPY) aus (–7,5%). Gegenläufig wirkte die zunehmende Schwächung des Euros.
  • Die norwegische Krone (NOK) schwächte sich nach der deutlichen Aufwertung während der Euro-Krise das zweite Jahr in Folge ab (–6,6%). Maßgebliche Einflussfaktoren waren der gesunkene Ölpreis und die Leitzinssenkung der norwegischen Notenbank.
  • Der Rubel (RUB) hat 2014 bei starken Schwankungen ein Fünftel seines Werts verloren (–16,9%). Der sinkende Rohölpreis, der Abzug von Investorenkapital und Wirtschaftssanktionen westlicher Länder belasten die russische Währung.
  • Deflationäre Tendenzen der schwedischen Wirtschaft haben die Notenbank Mitte des Jahres zu einer deutlichen Leitzinssenkung veranlasst. Begleitet von einem Wirtschaftswachstum, das schwächer ausfiel als erwartet, wertete die schwedische Krone (SEK) ab (–4,9%).
  • Die türkische Lira (TRY) verlor an Wert (–12,8%). Ein hohes Leistungsbilanzdefizit und ein verändertes Risikobewusstsein vonseiten ausländischer Investoren senkten die Nachfrage nach der Währung.
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