Voraussichtliche Entwicklung der Beschaffungs- und Finanzmärkte

Beschaffungsmärkte

Für das Jahr 2015 erwarten wir unverändert keine Engpässe auf der Beschaffungsseite. Aufgrund einer anhaltenden Nachfrageschwäche und der Überkapazitäten sehen alle namhaften Institute einen mehr als auskömmlich versorgten Ölmarkt, jedoch sind aufgrund der geopolitischen Risiken negative Überraschungen möglich. Von der Novellierung des EEG in Deutschland sind keine wesentlichen neuen Impulse für den Strommarkt zu erwarten, politische Interventionen könnten aber zu zwischenzeitlichen Preisausschlägen führen. Insgesamt gehen wir von einer moderaten Energie- und Rohstoffpreisentwicklung aus.

Finanzmärkte

Die gegenläufige Geldmarktpolitik in Europa, insbesondere durch den Beschluss der EZB, ein massives Anleihekaufprogramm zu starten, und den USA dürfte weiter anhalten, sodass sich die Zinsen in beiden Währungsräumen weiter stark unterscheiden werden. Nachhaltig höhere Zinsen sind in diesem Umfeld in Europa zunächst nicht zu erwarten. Dies gilt insbesondere für Bundesanleihen, die bei geopolitischen Krisen intensiv nachgefragt werden. In einem solchen Umfeld wird auch die historisch niedrige Rendite trotz ihrer fehlenden Attraktivität kein Hinderungsgrund für weiteres Investoreninteresse sein. Darüber hinaus entsteht durch die Maßnahmen der EZB eine zusätzliche hohe Nachfrage nach Bundesanleihen. Divergierende Märkte in beiden Währungsräumen geben dem Euro ein weiteres Rückschlagpotenzial gegenüber dem US-Dollar. 

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