Fokus-Trends 2014

Digitales Leben, Intelligente Einfachheit, Vernetzter Transport und Jugend ohne eigenes Auto

Regionalisierung von Handelsströmen

Produkte und Dienstleistungen werden zunehmend in derselben Wirtschaftsregion produziert und nachgefragt. Getrieben wird dies vor allem durch den wirtschaftlichen Aufstieg der Schwellenländer. Einerseits nimmt in den aufstrebenden Regionen der Wohlstand und somit die Binnennachfrage zu. Andererseits wachsen so auch die Lohnstückkosten in Schwellenländern, wodurch beispielsweise für europäische Absatzmärkte günstige Produktionsstandorte in Osteuropa an Bedeutung gewinnen. Dies stärkt die Entwicklung intraregionaler Handelsströme in Europa.

Staatsverschuldung

Die Staatsverschuldung in der Euro-Zone bleibt auf einem hohen Niveau. Um handlungsfähig zu bleiben, sind die Länder zur Konsolidierung der Staatskassen gezwungen. Dies stellt für den Verkehrssektor eine große Herausforderung dar, da auch hier erhebliche Einsparpotenziale angestrebt werden.

Demografischer Wandel, Vielfältige Lebensmuster und Leistungsgesellschaft

[F11/8» Bis 2060 soll die Weltbevölkerung um 50% auf neun Milliarden Menschen anwachsen. Regional gestaltet sich der demografische Wandel sehr unterschiedlich. Europäische Unternehmen müssen sich auf alternde Belegschaften einstellen und Maßnahmen zur Personalerhaltung ergreifen. Neue Wege des Recruitings müssen gefunden werden, um ausreichend Mitarbeiter zu gewinnen. Als Arbeitgeber attraktiv zu sein, wird daher immer wichtiger.
Die Lebensentwürfe der Menschen werden immer vielfältiger. Unternehmen müssen sich fragen, wie sie diesen unterschiedlichen Interessen ihrer Arbeitnehmer und Kunden gerecht werden. Diversity-Management gewinnt daher kontinuierlich an Bedeutung. Work-Life-Balance wird zum Wettbewerbsfaktor. F11/8»]

Klimaveränderung, Energiewende und nachhaltiger Konsum

[F21/6» Das hohe Maß an vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen führt zu Veränderungen der klimatischen Bedingungen. Die Folge ist eine steigende Anzahl und Intensität von Extremwetterereignissen. Um den Klimawandel einzudämmen, wird in Deutschland die Stromerzeugung schrittweise auf CO₂-freie Energieträger umgestellt. Noch weitgehend ungeklärt ist die Frage, wie die Kosten der Energiewende sozialverträglich und ohne Wettbewerbsverzerrungen verteilt werden sollen.
In vielen europäischen Ländern drängen Behörden und die öffentliche Hand auf mehr Öko- und Sozialverträglichkeit im Transportsektor, um den Klima- und weiteren Um-weltproblemen zu begegnen. Die Einführung von Pkw-Mauten, Einfahrverboten und CO₂-Richtlinien fördert die Nachfrage nach nachhaltigen Mobilitätsangeboten. Neue Mobilitätsangebote treten zunehmend in direkte Konkurrenz zum öffentlichen Verkehr. Will sich dieser erfolgreich als nachhaltiges Mobilitätsangebot platzieren, muss er im Preis wettbewerbsfähig bleiben. F21/6»]

In der Logistik gewinnt Nachhaltigkeit aufgrund der zunehmenden Forderung nach unternehmerischer Verantwortung in der Lieferkette an Bedeutung. Dabei stehen nicht nur Produktionsprozesse, sondern auch Transport- und Logistikdienstleistungen im Fokus.

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