Bescheinigung über eine unabhängige betriebswirtschaftliche Prüfung

An die Deutsche Bahn AG, Berlin

Wir haben auftragsgemäß eine betriebswirtschaftliche Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit hinsichtlich der Informationen im Abschnitt »Zusatzinformationen zur Nachhaltigkeit« des »Integrierten Berichts 2014« der Deutschen Bahn AG, Berlin, (im Folgenden die »Gesellschaft«) für das Geschäftsjahr 2014 durchgeführt.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter

Der Vorstand der Gesellschaft ist verantwortlich für die Erstellung der Informationen im Abschnitt »Zusatzinformationen zur Nachhaltigkeit« des »Integrierten Berichts 2014« der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den in den Sustainability Reporting Guidelines Vol. 3.1 (Seite 7 bis 17) der Global Reporting Initiative (GRI) genannten Kriterien:

  • Wesentlichkeit,
  • Einbezug von Stakeholdern,
  • Nachhaltigkeitskontext,
  • Vollständigkeit,
  • Ausgewogenheit,
  • Klarheit,
  • Genauigkeit,
  • Aktualität,
  • Vergleichbarkeit und
  • Zuverlässigkeit.

Diese Verantwortung umfasst zum einen die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur Erstellung des Abschnitts »Zusatzinformationen zur Nachhaltigkeit« des »Integrierten Berichts 2014« sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen Nachhaltigkeitsangaben, die unter den gegebenen Umständen plausibel sind. Zum anderen umfasst die Verantwortung die Konzeption, Implementierung und Aufrechterhaltung von Systemen und Prozessen, soweit sie für die Erstellung des Abschnitts »Zusatzinformationen zur Nachhaltigkeit« des »Integrierten Berichts 2014« von Bedeutung sind.

Unabhängigkeit und Qualitätssicherung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wir haben die Anforderungen an die Unabhängigkeit sowie weitere berufliche Verhaltensanforderungen des Verhaltenskodex für Berufsangehörige (»Code of Ethics for Professional Accountants«) des International Ethics Standards Board for Accountants (IESBA-Kodex), der auf den fundamentalen Grundsätzen der Integrität, Objektivität, berufliche Kompetenz und erforderliche Sorgfalt, Verschwiegenheit sowie berufswürdiges Verhalten basiert, eingehalten.

Unsere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wendet den International Standard on Quality Control 1 an und unterhält dementsprechend ein umfangreiches Qualitätssicherungssystem, das dokumentierte Regelungen und Maßnahmen in Bezug auf die Einhaltung beruflicher Verhaltensanforderungen, beruflicher Standards sowie maßgebenden gesetzlichen und anderen rechtlichen Anforderungen umfasst.

Verantwortung des Wirtschaftsprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Tätigkeit eine Beurteilung darüber abzugeben, ob uns Sachverhalte bekannt geworden sind, die uns zu der Annahme veranlassen, dass die Nachhaltigkeitsinformationen im Abschnitt »Zusatzinformationen zur Nachhaltigkeit« des »Integrierten Berichts 2014« der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2014 in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den Kriterien der Sustainability Reporting Guidelines Vol. 3 (Seite 7 bis 17) der GRI erstellt worden sind.

Nicht Gegenstand unseres Auftrags waren die materielle Prüfung produktbezogener oder dienstleistungsbezogener Angaben (z.B. CO₂ freie Angebote) im »Integrierten Berichts 2014« sowie die materielle Prüfung von Verweisen auf externe Dokumentationsquellen oder Expertenmeinungen sowie von zukunftsbezogenen Aussagen.

Darüber hinaus wurden wir beauftragt, auf Basis der Ergebnisse unserer betriebswirtschaftlichen Prüfung Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements und der Nachhaltigkeitsberichterstattung auszusprechen.

Wir haben unsere betriebswirtschaftliche Prüfung unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 vorgenommen. Danach haben wir die Berufspflichten einzuhalten und den Auftrag unter Beachtung des Grundsatzes der Wesentlichkeit so zu planen und durchzuführen, dass wir unsere Beurteilung mit einer begrenzten Sicherheit abgeben können.

Bei einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer be-grenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, so dass dementsprechend eine geringere Sicherheit gewonnen wird.

Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers.

Im Rahmen unserer betriebswirtschaftlichen Prüfung haben wir unter anderem folgende Tätigkeiten durchgeführt:

  • Befragung von Mitarbeitern der für die Erstellung des Abschnitts »Zusatzinformationen zur Nachhaltigkeit« des »Integrierten Berichts 2014« verantwortlichen Abteilungen über den Prozess zur Erstellung der Nachhaltigkeitsberichterstattung und über das auf diesen Prozess bezogene interne Kontrollsystem;
  • Verschaffung eines Verständnisses der Nachhaltigkeitsorganisationsstruktur, des Stakeholderdialogs sowie des Entwicklungsprozesses für das Nachhaltigkeitsprogramm der Gesellschaft;
  • Befragung von Mitarbeitern der Fachabteilungen, die einzelne Be-richtskapitel (Teilprojekte) verantworten;
  • Aufnahme der Verfahren und Einsichtnahme in die Dokumentation der Systeme und Prozesse zur Erhebung, Analyse, Plausibilisierung und Aggregation der Nachhaltigkeitsdaten sowie deren stichprobenartige Überprüfung;
  • Durchführung von Vor-Ort-Besuchen im Rahmen der Untersuchung der Prozesse zur Erhebung, Analyse und Aggregation ausgewählter Angaben bei:
  • DB Schenker AG – Geschäftsfeld DB Schenker Logistics
    (Essen, Deutschland),
  • Schenker Deutschland AG (Dortmund, Deutschland – telefonisch),
  • DB Netz AG (Saarbrücken, Deutschland),
  • DB Netz AG (Frankfurt, Deutschland),
  • DB Energie GmbH (Frankfurt, Deutschland),
  • DB ProjektBau GmbH (Berlin, Deutschland),
  • DB Zeitarbeit GmbH (Berlin, Deutschland)
  • Analytische Beurteilung der Angaben innerhalb des Abschnitts »Zusatzinformationen zur Nachhaltigkeit«;
  • Abgleich von ausgewählten Daten mit den entsprechenden Angaben im Lagebericht des »Integrierten Berichts 2014« der Gesellschaft;
  • Erlangung von weiteren Nachweisen für ausgewählte Angaben des Abschnitts »Zusatzinformationen zur Nachhaltigkeit« des »Integrierten Berichts 2014« durch Einsichtnahme in interne Dokumente, Verträge und Rechnungen/Berichte von externen Dienstleistern.

Urteil 

Auf der Grundlage unserer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass die Nachhaltigkeitsinformationen im Abschnitt »Zusatzinformationen zur Nachhaltigkeit« des »Integrierten Berichts 2014« der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2014 in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den Kriterien der Sustainability Reporting Guidelines Vol. 3 (Seite 7 bis 17) der GRI erstellt worden sind.

Ergänzende Hinweise – Empfehlungen

Ohne das oben dargestellte Urteil einzuschränken, sprechen wir folgende Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements und der Nachhaltigkeitsberichterstattung der Gesellschaft aus:

  • Weitere Formalisierung des internen Kontrollsystems für Nachhaltig-
    keitsinformationen;
  • Weiterentwicklung der IT-Systeme zur Nachhaltigkeitsberichterstattung und der entsprechenden Prozessdokumentation;
  • Ausweitung und Harmonisierung der Berichtssysteme zur Nachhaltigkeitsberichterstattung unter Einbezug der ausländischen Gesellschaften, um alle wesentlichen Nachhaltigkeitsinformationen weltweit berichten zu können;
  • Vorbereitung der Berichterstattung gemäß der Anforderungen der GRI G4 Guidance.

Berlin, den 27. Februar 2015
PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Michael Werner                                                                                                     ppa. Dr. Angelika Sawczyn

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