Beschäftigungsbedingungen

Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben
Deutschland (Gesellschaften mit rund 97% der inländischen Mitarbeiter).

 LA1

Mitarbeiter nach Arbeitszeit und
Geschlecht Per 31.12. [in NP]
2014

2013

2012

Vollzeit

175.205

175.125

172.550

     Anteil Frauen in %

18,6

18,4

18,0

Teilzeit

15.590

15.111

14.022

     Anteil Frauen in %

68,4

68,6

70,1

Insgesamt190.795190.236186.572

LA1Zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben bietet der DB-Konzern verschiedene Teilzeitmodelle an. Diese Flexibilisierung der Arbeitszeit wird nicht nur von weiblichen Mitarbeitern angenommen. Im Berichtsjahr stieg der Anteil der teilzeitbeschäftigten Mitarbeiter in Deutschland im Vergleich zu 2013 leicht an.

Kollektivrechtliche Regelungen
  LA4



Mitarbeiter nach Beschäftigungsart
[in NP]
2014

2013

2012

Tarifkräfte

153.181

150.186

145.145

Beamte

27.776

30.177

32.510

Mitarbeiter mit Individualverträgen 1)

9.838

9.873

8.917

Insgesamt 190.795 190.236 186.572

Deutschland (Gesellschaften mit rund 97% der inländischen Mitarbeiter).

1) In dem Wert für die Mitarbeiter mit Individualverträgen sind im Wesentlichen leitende Angestellte (Führungskräfte), Mitarbeiter, die übertariflich vergütet werden (sogenannte AT-Mitarbeiter), und Mitarbeiter mit einzelvertraglichen Vereinbarungen enthalten.

LA4Die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter des DB-Konzerns richten sich in Ergänzung zu den landesspezifischen gesetzlichen Regelungen überwiegend nach Tarifverträgen, die mit den in den jeweiligen Ländern zuständigen Gewerkschaften vereinbart sind.
Im Anteil der Mitarbeiter in Deutschland, für die kollektivrechtliche Regelungen gelten, sind auch die Beamten enthalten. Die Tätigkeit der Beamten im DB-Konzern beruht auf einer gesetzlichen Zuweisung im Rahmen des Eisenbahnneuordnungsgesetzes (ENeuOG), Art. 2 §12. Auf dieser Grundlage gelten für die Beamten sinngemäß die gleichen tariflichen Bestimmungen wie für die anderen Arbeitnehmer.

Mitteilungsfristen in Bezug auf wesentliche betriebliche Veränderungen
Fluktuation nach Alter und Geschlecht
  LA2
2014 2013 2012

FLUKTUATION VON MITARBEITERN

 1) [IN NP]

Anteil

absolut

Anteil
in %

Anteil

absolut

Anteil
in %

Anteil

absolut

Anteil
in %

< 30 Jahre

1.390 6,1

1.063

5,4

1.404

6,9

     Frauen

380 6,2

305

5,6

377

6,5

     Männer

1.010 6,1

758

5,4

1.027

7,1

30–49 Jahre

2.101 2,4

1.572

1,8

1.893

2,1

     Frauen

536 2,5

305

1,5

365

1,7

     Männer

1.565 2,4

1.267

2,0

1.528

2,3

≥ 50 Jahre

5.800 7,3

4.918

6,4

5.530

7,3

     Frauen

802 5,8

749

5,9

784

6,3

     Männer

4.998 7,6

4.169

6,5

4.746

7,5

Insgesamt 9.291 4,9 7.553 4,2 8.827 4,8
1) Deutschland (Gesellschaften mit rund 97% der inländischen Mitarbeiter).Betrachtet wird die arbeitnehmerseitig veranlasste Fluktuation der unbefristeten Stammmitarbeiter.
  LA15

2014 2013 2012
RÜCKKEHR UND AUSTRITT NACH MUTTERSCHUTZ/ELTERNZEIT PER 31.12. 
[IN NP]
Anteil absolut Anteil in %

Anteil absolut

Anteil
in %

Anteil absolut

Anteil
in %

Rückkehrer

971 52,9

944

52,2

1.069

54,3

     davon Frauen

876 51,4

856

50,6

893

50,7

     davon Männer

95 72,5

88

74,6

176

84,6

Austritte

110 6,0

94

5,2

104

5,3

     davon Frauen

100 5,9

89

5,3

94

5,3

     davon Männer

10 7,6

5

4,2

10

4,8

Verbleib in Elternzeit

754 41,1

771

42,6

796

40,4

     davon Frauen

728 42,7

746

44,1

774

44,0

     davon Männer 26 19,8 25 21,2 22 10,6
Deutschland (Gesellschaften mit rund 97% der inländischen Mitarbeiter), jeweils bezogen auf die Mitarbeiter, die zum 31.12. des Vorjahres in Mutterschutz/Elternzeit waren.

Arbeits- und Gesundheitsschutz mit hohem strategischen Stellenwert

LA8Unser Selbstverständnis ist, dass wir nicht zwischen der Sicherheit unserer eigenen Beschäftigten und der unserer Geschäftspartner unterscheiden. Hier wollen wir uns in den nächsten Jahren weiter verbessern und unser proaktives Handeln weiter ausbauen. Durch das engere Zusammenwirken von Management und Beschäftigten wollen wir unser Engagement in der Sicherheitsarbeit kontinuierlich verbessern. Damit wir diese Ziele erreichen, wird der Arbeits- und Gesundheitsschutz in alle unsere Aktivitäten integriert.

Arbeitsausschüsse

LA6In Deutschland ist der Arbeitsschutzausschuss (ASA) ab einer Betriebsgröße von 20 Mitarbeitern gesetzlich verpflichtend vorgeschrieben (§11 Arbeitssicherheitsgesetz). Maßgeblich ist die Definition des Betriebs (Produktionsstätte, Niederlassung, Wahlbetrieb). Der DB-Konzern besteht in Deutschland überwiegend aus Betrieben mit mehr als 20 Mitarbeitern, sodass ein Großteil aller Mitarbeiter (über 75%) in Arbeitsschutzausschüssen vertreten wird.

Arbeitsschutz

 LA7
Arbeits- und Wegeunfälle2014

2013

2012

Arbeits- und Wegeunfälle

7.688

7.458

7.725

     davon tödliche Arbeitsunfälle

5

1

7

Arbeitsunfallquote 1) je Tausend Mitarbeiter33,4

32,1

33,5

Deutschland (Gesellschaften mit rund 93% beziehungsweise 86% bei der 
Arbeitsunfallquote der inländischen Mitarbeiter).

Zählung bei Arbeitsunfähigkeit grundsätzlich bei mehr als drei Kalendertagen.

1) Arbeitsunfallquote ohne Wegeunfälle.

LA7Im Berichtsjahr haben wir unser Ziel, tödliche Arbeitsunfälle zu reduzieren, nicht erreichen können. Das Ergebnis zeigt uns, welche Aktivitäten wir verstärkt angehen müssen. Die tödlichen Unfälle sind im Gleisbereich durch unvorhersehbare Gefahrensituationen entstanden. Es wurden Sofortmaßnahmen zur Sensibilisierung aller Beteiligten eingeleitet.
Unsere Unfallstatistik für Deutschland zeigt bei der Arbeitsunfallquote, dass wir unsere Anstrengungen der letzten Jahre auf ein solides Fundament gestellt haben. Dennoch wollen wir weiter an kreativen Ideen, technischen Innovationen und an neuen Arbeitsschutzzielen arbeiten. Die Bewertung der Unfälle, die Gefährdungssituationen aus den Verkehrsleistungen und die kulturellen Aspekte haben sich durch die internationale Ausrichtung verändert. Hier sind wir bereits heute aktiv und haben unser Berichtswesen international umgestellt. Unsere ausländischen Konzernunternehmen werden zukünftig die Arbeitsschutzkennzahl Lost Time Injury Frequency (LTIF) berichten.

Gesundheitsschutz

LA11, LA9Der DB-Konzern bietet seinen Mitarbeitern Schulungen, Beratung und regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen zur Gesundheitsvor-sorge an. Flankiert wird dies in Deutschland von Beratungs- und Schulungsangeboten der betrieblichen Sozialeinrichtungen (BSW und VDES) und der mit dem DB-Konzern verbundenen Sozialversicherungen (Bahn-Betriebskrankenkasse (BAHN-BKK), Eisenbahn-Unfallkasse (EUK) und Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS). Schwerpunkte im betrieblichen Gesundheitsmanagement liegen auf dem Umgang mit der älter werdenden Belegschaft und der Prävention mentaler Belastungen.
Der DB-Konzern ermittelt in Deutschland für jeden Arbeitsplatztyp die möglichen Gesundheitsgefährdungen innerhalb einer Risikoanalyse und legt geeignete Maßnahmen fest: ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze, Trainings zum Umgang mit gefährlichen Stoffen oder zu gefährlichen Arbeiten sowie allgemeine Unterweisungen über die Gefahren im individuellen Arbeitsumfeld. Jede bekannte mögliche Gefährdung wird dem Mitarbeiter schriftlich und persönlich beschrieben.
Es sind keine betrieblichen Tätigkeiten bekannt, bei denen das Risiko besonders hoch ist, an einer anerkannten Berufskrankheit zu erkranken. Den spezifischen psychosozialen Risiken im Bahnbetrieb (Schichtarbeit, Gewalt durch Dritte und Suizide im Gleisbereich) wird durch Schulung und psychologische Betreuungsmaßnahmen entgegengewirkt.

 LA7
Gesundheitsstand in Deutschland
Basis Stunden [in %]
2014

2013

2012

DB Bahn Fernverkehr

93,7

93,6

93,7

DB Bahn Regio

92,9

93,1

93,6

DB Schenker Rail

93,3

93,3

93,4

DB Schenker Logistics

95,8

95,7

96,2

DB Dienstleistungen

93,3

93,2

93,5

DB Netze Fahrweg

95,0

94,8

95,1

DB Netze Personenbahnhöfe

93,9

93,5

93,7

DB Netze Energie

95,9

95,8

96,2

Sonstige

94,5

94,4

94,7

DB-Konzern94,194,094,3

Maßnahmen gegen Diskriminierung

HR4Der DB-Konzern setzt sich mit ganzer Kraft für ein Betriebsklima ohne Diskriminierung und Mobbing ein. Sollten sich Mitarbeiter unkorrektem Verhalten ausgesetzt sehen, steht ihnen mit der Ombudsstelle in Deutschland kompetente Unterstützung zur Seite. Dort wird über Mediation und Gespräche versucht, Konfliktfälle konstruktiv zu lösen. Rund 80 interne Mediatoren stehen für diese Aufgabe zur Verfügung.

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