Lebenszykluskosten rücken stärker in den Fokus

Nachhaltiger Erfolg in der Beschaffung ist mittel- und langfristig nur durch einen ganzheitlichen Optimierungsansatz der Lebenszykluskosten (LCC) möglich. Dies gilt insbesondere für das anlagenintensive Geschäft des DB-Konzerns mit lang laufenden Anlagegütern im Bereich der Infrastruktur und der Schienenfahrzeuge.

Mit dem LCC-Ansatz wird nicht allein die ökonomische Zielsetzung unterstützt. Er ist auch für die Erreichung der ökologischen Ziele von Bedeutung. Bereits heute wird bei großen Investitionsvorhaben für Schienenfahrzeuge und Schienenfahrzeugersatzteile eine Lebenszykluskostenbetrachtung als Entscheidungsgrundlage herangezogen. Dass ökonomische und ökologische Ziele vereinbar sind, zeigt ein Beispiel aus der Nachrüstung von Rangierlokomotiven für DB Schenker Rail mit einer Start-Stopp-Automatik. Hier amortisieren sich langfristig die Aufwendungen der Nachrüstung durch Einsparungen im Energieverbrauch. Diese entlastet nicht nur die Umwelt durch geringeren Dieselverbrauch und damit geringeren CO₂-Ausstoß, sondern bietet zukünftig ökonomische Vorteile durch geringere Betriebskosten. Im nächsten Schritt gilt es, diesen Ansatz auch auf andere Beschaffungsbereiche zu übertragen. Eine stärkere Berücksichtigung der LCC-Systematik stellt für den DB-Konzern ein wesentliches Mittel dar, um Zielkonflikte zwischen ökonomischen und ökologischen Kriterien im Sinne der Strategie DB2020 in Einklang zu bringen.

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