Verbindliche Grundsätze für Lieferantenbeziehungen

Gestiegene Anforderungen an die Einhaltung von ökologischen und sozialen Standards erfordern vom DB-Konzern deren Etablierung auch bei seinen globalen Lieferantenbeziehungen. Dies erfolgt durch ein IT-gestütztes Lieferantenmanagement. Im Berichtsjahr lag der Fokus auf der Weiterentwicklung des Prozesses zur Lieferantenentwicklung, um Leistung, Qualität und Innovationsfähigkeit strategisch bedeutsamer Lieferanten zu verbessern.

Darüber hinaus hat die Zentrale Beschaffung für jede wichtige Produkt- und Dienstleistungsgruppe sogenannte Warengruppenstrategien entwickelt. Hierbei werden alle relevanten Parameter wie Markt, Umfeld und Kunden analysiert sowie Handlungsempfehlungen für die Geschäftsfelder abgeleitet. Diese unterstützen über individuelle Ausprägungen die Erreichung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Ziele für die konkrete Warengruppe.

HR5, HR6, HR7Der DB-Konzern hat mithilfe eines anerkannten Verfahrens der externen CSR-Rating-Agentur EcoVadis sein Risikomanagement in Bezug auf ökologische und soziale Standards in der Lieferkette erweitert. Lieferanten nehmen eine Selbsteinschätzung in den Themenbereichen Menschenrechte, Arbeitsbedingungen (inklusive Verbot von Kinder-, Zwangs- und Pflichtarbeit, Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivvereinbarungen), Umwelt, fairer Wettbewerb, Verbraucherfragen, Beteiligung der Gemeinschaft und Entwicklung vor. Basierend auf dieser Selbsteinschätzung, werden sie von EcoVadis bewertet und ihre Leistungen anschließend regelmäßig überprüft. Von den rund 300 Lieferanten, die wir angeschrieben haben, haben sich bislang bereits über 140 bewerten lassen. Parallel dazu engagieren wir uns bei der Etablierung eines einheitlichen CSR-Branchenstandards in der europäischen Bahnindustrie.

Schließlich werden im Rahmen der delegierten Beschaffung sogenannte Business-Partner-Due-Diligences – das heißt Risikoüberprüfungen der Integrität bei der Auswahl von Geschäftspartnern – durchgeführt. DB International benutzt insoweit seit 2013 für seinen IT-basierten Arbeitsprozess ein Softwareprogramm, das im Berichtsjahr mit Blick auf die zu untersuchenden Lieferantengruppen weiterentwickelt und insgesamt anwenderfreundlicher gestaltet wurde. Daneben werden manuelle Integritätsprüfprozesse bei DB Schenker Rail und DB Schenker Logistics angewendet. Bei DB Schenker Rail wurde der Prüfprozess 2014 auf andere Länder in Europa ausgeweitet. Zudem wurde im Berichtsjahr für das Geschäftsfeld DB Dienstleistungen ein manueller Integritätsprüfprozess entwickelt, der Geschäftspartner für die Fahrzeuginstandhaltung in den Fokus nehmen soll.

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